Sparks of Light!

Seit drei Tagen wache ich morgens auf und bin glücklich. Ich weiß gar nicht, ob ich mich trauen kann, das laut auszusprechen, weil ich Angst habe, dass dieses „glücklich“ wieder verschwindet. Vielleicht lauern hinter der Ecke die Angst und die Lähmung, die mich die letzten Wochen begleitet haben, springen hervor und rufen laut: „Haha!! Verarscht!!“

 

Ich weiß noch nicht, ob ich dieses Glück wirklich verdient habe.. ich möchte es ganz doll festhalten.

Aber wisst ihr was? Das geht nicht so einfach.;) 

Stattdessen übe ich mich in Hingabe. Hingabe, statt mich verkrampft an etwas festhalten zu wollen, erscheint mir die schlauere Lösung.

 

Warum ich euch heute schreibe?? 

 

Ich möchte über Veränderung sprechen. Über Prozesse und Transformation und vor allem darüber, wie diese kleinen Lichter in uns, wie das Glück, was wir in uns spüren einen größeren und kontinuierlicheren Platz in unseren Herzen bekommt.

 

Dazu noch mal zurück zum Glück, bevor es nochmal ans Eingemachte geht… 

Manchmal wachen wir morgens auf und sind glücklich. Vertraue diesem Glück! Stelle es nicht in Frage. Gib den anderen Gefühlen, die unweigerlich an die Tür klopfen, ihre sofortige Berechtigung einfordern möchten, einen Platz, aber traue ihnen nicht, so dass sie das Glück vertreiben. 

 

Vertraue diesem Glück. 

Es heißt Vertrauen. Es heißt, hier ist etwas entstanden. Es ist die kleine zarte Blüte, die aus der Knospe entsteht, aus dem Samen den wir irgendwann mal gepflanzt haben, als wir losliefen durch das Tal der Transformation. Als wir wussten: „Ich möchte eine Veränderung.“, aber noch nicht wussten wie. 

Als wir Schmerz zuließen und ihn bekämpften. Als wir noch nicht wussten, dass irgendwann dieses Lichtlein aufploppen würde. 

 

Dieses Glück. 

Es heisst Selbstverantwortung, Durchatmen, deinen Lebenszyklus annehmen. 

Es ist Annehmen und Liebe. 

Es ist Gott, der dein Gesicht liebevoll in die Hände nimmt und dir sagt: „Es ist alles gut!“

Es ist die Liebe, die geduldig in deinem Herzen auf dich gewartet hat. Es ist das Mitgefühl. 

 

Wir alle kennen sie: Die dunkle Nacht der Seele. 

Die einen leben sie mehr, die anderen weniger. Die einen zergehen in Selbstmitleid oder geben sich voll (geduldig) ihrem Prozess hin. 

Und dann scheint es noch die Menschen zu geben, bei denen gefühlt, zu jeder Sekunde des Tages die Sonne aus dem A… scheint. (Verzeiht meine Ausdrucksweise)

Fakt ist aber, wir alle haben Krisen! Das ist Menschsein.

 

Und wir alle sind auf unserer individuellen Reise mit unterschiedlichen Aufgaben. 

Der eine ist schon aber tausende Male hier auf die Erde inkarniert und ist einfach müde, der andere ist ein Frischling, noch neugierig und lebenslustig oder vielleicht noch nicht so sehr im Aufwachprozess wie andere.

Die einen haben schon viel gelernt, wissen wie sie sich durch ihre Krisen bringen, andere haben soviel Liebe und Vertrauen in die Wiege gelegt bekommen, dass sie andere Vorraussetzungen mitgebracht haben.

 

Bitte tu mir den Gefallen. Vergleiche deinen Weg nicht mit den der anderen. Es gibt hier wirklich kein Richtig und kein Falsch.

 

Wir sollten lernen, uns zu uns zu bekennen und uns an das göttliche Potenzial zu erinnern, was in uns steckt. Dafür müssen wir ehrlich, echt und authentisch mit uns werden.

 

Ich habe so oft Schüler und Coachees in meinen Sitzungen, die sich schlecht fühlen, weil andere im Außen so glänzen und sie sich als Versager fühlen, als faul, uninspiriert… uswusf...

Aber wisst ihr was? Bullshit!! 

Diese Menschen arbeiten auch hart an ihrer Außenwirkung und haben auch ihre Themen, die aber nicht zu ihrem Instagram Account passen.

 

Keine Vergleiche mehr!

 

Geh deinen Weg. Aber wie?? 

Höre beiden Stimmen in dir zu.

Der Angst, deinem Ego, welche den ganzen Tag laut sprechen, pöbeln, zweifeln. 

Werde still und schau ehrlich, was denke ich da?? 

Was davon stimmt? 

Welche Glaubenssätze stecken dahinter? Woher kommen die? 

Was um fuckingswillen haben diese Glaubenssätze und Muster noch mit mir, meinem Potenzial und meinem Wesen zu tun? 

Sind das angelernte Dinge? Gewohnheiten? 

Erwartungen, die dir jemand übergestülpt hat? 

 

Werde still, spüre dich, nimm dich wahr. Hinterfrage deine repetetiven Gedanken.

 

Dahinter sitzt die Liebe. Sie ist geduldig und wartet hier schon dein Leben lang, während du dich abgelenkt hast und Kompensationsstrategien gesucht hast, um dein Leid und die Angst nicht zu fühlen. Um den bequemen weg zu gehen.

 

Deshalb haben wir Krisen. Sie möchten uns etwas sagen. Sie verursachen in uns den Wunsch etwas zu verändern und zu wachsen.

Deshalb sind wir hier auf der Erde.

 

Und glaube mir: In der der dunklen Nacht der Seele, wenn du denkst es geht nicht mehr… Kommt irgendwo ein Lichtlein her. (Sehr tiefgründig;))

 

Diese Zeitqualität hat viel Potential und Möglichkeiten zum Wachsen, um die Dinge, Traumata und Verhaltensshemata aufzulösen, die für dich nicht mehr stimmig sind. 

Diese Zeit hat das Potenzial, dass du endlich in Kontakt mit dir kommst. Dass du dir selbst zuhörst, dich ernst nimmst.

 

Agenten der Veränderung: 

 

Ich bin keine Friede-Freude-Eierkuchen-Therapeutin. Ich verspreche meinen Schülern nicht, dass sich ihre Probleme sofort in Luft auflösen, wenn sie bei mir waren. 

Aber ich kann ihnen eine liebevolle Hand reichen, ihnen helfen sich selbst zu sehen.

Ich bin selbst einen langen Weg gegangen und gehe ihnen auch immer noch. 

 

Das nennt man Leben. 

 

Aber wenn ich zurückblicke, dann erkenne ich mich fast nicht wieder. 

Ich weiß, dass ich noch viel lernen darf auf meinem Lebensweg, wacher werden darf, aber im Gegensatz zu früher, bin ich erwachsener, weiser, wacher, liebender, sehender, zufriedener, selbstbewusster, weiblicher und so vieles mehr geworden.

 

Dieser Prozess des Ganzwerdens (We are here to discover how to love ourself into wholeness) war ein schmerzhafter.

 

Veränderung tut manchmal weh, wenn man ehrlich zu sich ist, wenn man beginnt Dinge anders zu machen, wenn man erkennt, wie anstrengend es sein kann, Dinge, die man sich in 40 Jahren angeeignet hat, plötzlich anders zu machen, wenn man erkennt, wie wütend man auf sich und die Welt ist, Wut da ist, die man sich sonst immer verkniffen, ja gar nicht gesehen hat.

 

Selbstverantwortung zu übernehmen, Vertrauen in sich zu kultivieren, den Mumm zu haben, ehrlich zu sich und seiner Welt zu sein, erfordert die Bereitschaft auch durch die Tiefen zu gehen. 

Es erfordert die Bereitschaft, ALLES in seinem Leben zu sehen und nicht immer zu kämpfen gegen das „Schlechte“ und zu hoffen auf das „Gute“.

Das Gute entsteht durch Akzeptanz, wenn wir uns in unsere Prozesse hineinsinkend / hineinschmelzen lassen. Uns Zeit geben, die Tränen zu weinen, die geweint werden wollen, ohne in ein künstlich egogetriebenes und produziertes Drama einzusteigen.

 

Dann entsteht nichts mehr als Glück, Wärme und Liebe.

 

Plötzlich ist sie da, die Stimme, die lauter wird als die Angst, die dich ermutigt, bedingungslos zu lieben, dich verletzlich zu zeigen, dich tief zu zeigen. 

Sie sagt dir: „Ich bin da, ich halte dich, du bist wunderbar.“. Sie schenkt dir das Selbstvertrauen und die Erkenntnis, dass du wirklich ganz wunderbar bist. Sie nimmt dir die Angst und ermutigt dich, dich mit der Welt zu teilen, zu geben und dich nicht zurückzuziehen. 

 

Und plötzlich weißt du: "Yess!!! Schön, dass ich da bin!


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